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Erfahrungsbericht BFD

Meine Erfahrungen als „Bufdi“ im SK Münster 1932

Hallo,
mein Name ist Manuel und ich bin 26 Jahre alt. Da ich mir den sozialen Bereich mal genauer ansehen wollte, um zu prüfen, ob dieser auch beruflich für mich in Frage kommt, startete ich im September 2018 einen Bundesfreiwilligendienst in dem größten Schachverein Münsters.

Der Schwerpunkt der Arbeit liegt in dem Leiten von Schulschach-AGs. Darüber hinaus ist man unterstützend beim Jugendtraining im Verein und bei Turnieren tätig.

Im Folgenden will ich euch einen kleinen Einblick über meine ersten Erfahrungen geben:

 

Die AGs:

In den Schulschach AGs erwarteten mich angenehm kleine Klassen von 6 bis 10 Schülern. Die Alterspanne der Schüler liegt zwischen 6 und 14 Jahren – von Grundschule bis Gymnasium ist alles vertreten.

Dank der bereitgestellten Materialien des Vereines ist die Unterrichtsvorbereitung absolut kein Problem und ich habe immer wieder die Möglichkeit mit den Kindern Neues auszuprobieren.

Zudem kann ich die Ideen und Wünsche der Schüler bei der Unterrichtsgestaltung berücksichtigt werden – da mir alle Freiheiten bei der Gestaltung gegeben werden.

Es ist für mich beeindruckend zu sehen, wie die Kids in einem Moment noch Adrenalin geladen über den Schulhof rennen und im nächsten Moment konzentriert komplexe Aufgaben am Schachbrett lösen.

Was mir besonders gut gefällt, ist die Möglichkeit, meine AGs bei Schachturnieren mitspielen lassen zu können. Das schafft Erfolgserlebnisse – auch für mich als Trainer - und motiviert die Schüler.

Mein persönliches Highlight ist die wöchentliche Schach-AG im Kindergarten. Ich bin immer wieder erstaunt, wie wahnsinnig schnell die 4-5 Jährigen lernen.

Schach spielen können ist keine Frage des Alters. Das habe ich sehr schnell gemerkt. Es ist vielmehr eine Frage des Interesses.

 

Das Vereinsleben:

Montags findet das Jugendtraining im Verein statt. Es werden verschiedene Trainingsgruppen in verschiedenen Spielstärken angeboten. Zudem geben wir neuen Kindern die Möglichkeit, erst einmal „reinzuschnuppern“. Da komme ich wieder ins Spiel. Ich setzte mich mit den interessierten „Neulingen“ zusammen und spiele mit ihnen.

An den Wochenenden finden häufig Turniere statt. Dort bin ich unterstützend in verschiedenen Funktionen – z. B. als Schiedsrichter, Fahrer oder Betreuer der Kinder - tätig. Manchmal richten wir auch selber Turniere aus. Dann helfe ich auch beim Vorbereiten der Räumlichkeiten, beispielsweise das Aufstellen von Tischen und Spielbrettern sowie die Voreinstellung der Spieluhren.

Im Verein herrscht eine familiäre Atmosphäre. Dank vieler Ansprechpartner findet man immer jemanden der einem hilft, wenn es ein Problem oder offene Fragen gibt.

Sehr hilfreich sind auch die wöchentlichen Besprechungen mit den Leitern der Jugendabteilung. In diesen geht es beispielsweise um anstehende Turniere und den damit verbundenen Aufgaben, welche verteilt werden müssen. Es bietet aber auch die Möglichkeit zum Austausch und zur Reflexion vergangener Erfahrungen.

 

Fazit:

Ich bin nun seit fast 5 Monaten beim SK 1932 und fühle mich hier sehr wohl. Es ist ein sehr angenehmes Arbeitsklima mit viel Spielraum für eigene Ideen.

Zudem lerne ich selber jeden Tag etwas Neues über Schach und treffe viele verschiedene interessante Menschen.

Die bisherige Arbeit in dem Verein hat mich in der Idee bestärkt, in der Jugendarbeit auch nach dem Bundesfreiwilligendienst weiterhin tätig zu sein.