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Dt. U20 / Abschlußbericht

 

DVM
U20 – Hinter unseren Erwartungen

 

Vom 26.12 bis
zum 30.12 fand in Osnabrück die deutsche Vereinsmeisterschaft der Altersklasse
U20 statt. Seit langen hatte sich wieder eine SK-Mannschaft dafür qualifiziert.
Dementsprechend waren unsere Ambitionen hoch, haben wir doch vorher extra noch
ein Trainingslager organisiert. Trainiert wurden wir in der Zeit von Christian
Richter, der sehr ausführlich (und kritisch!) unsere Partien analysiert und uns
auf die nächsten Gegner vorbereitet hatte. Nach der Begrüßung und der
Mannschaftsführerbesprechung stand mit dem SC Eppingen unser erster Gegner
fest.

 

SC Eppingen
– SK Münster: Erstes Warm-Up

Als klarer
Favorit und gut vorbereitet durften wir in der ersten Runde gegen den SC
Eppingen ran. An den unteren Brettern kamen wir unserer Favoritenrolle gerecht,
Carl, David, Max und Stephan konnten den vollen Zähler einfahren. Anders sah es
bei Lennart aus. Kam er doch gut aus der Eröffnung raus, fand er nicht die
beste Fortsetzung, um den Angriff erfolgreich fortzusetzen. Auch ein
Figurenopfer brachte nicht viel. Aufgrund des Materialdefizits musste er sich
geschlagen geben. Jasper konnte gegen seinen Gegner in einer ausgeglichenen
Stellung wenig erreichen und einigte sich mit seinem Gegner auf Remis. Damit
hieß es am Ende 1,5-4,5.

 

SK Münster –
Hamburger SK: Die große Chance ausgelassen

Nur kurz war
die Vorbereitungszeit gegen den Hamburger SK. Während wir fleißig auf die
Zimmer gingen und uns vorbereitet haben, hielten dies die Hamburger für unnötig
und hörten lieber laut Musik. (Wobei zu sagen ist, dass die Hamburger die
Zimmer neben uns hatten…)

Lennart hatte
nach der Eröffnung einige Probleme und fand nicht die beste Fortsetzung. In
Zeitnot übersah er eine Abwicklung und verlor. Auch Carl hatte Probleme mit
seiner Eröffnung, doch war seine Partie lange Zeit ausgeglichen. Leider verlor
er seine Partie noch. Besser erging es David. Nach der Eröffnung hatte er zwar einen
Bauern weniger, doch behielt er in der Zeitnotschlacht den Überblick und hatte
nach dem 40.Zug sogar einen Bauern mehr. Seinen Vorteil konnte er dann sicher
verwerten. Jasper hatte auch große Probleme nach der Eröffnung und stand
strategisch auf verlorenen Posten. Das Remis, was er letztendlich geschenkt
bekam, begründet sich eher mit dem Mannschaftssieg der Hamburger. Max hatte
riesige Probleme nach der Eröffnung. Mit einem Bauern weniger und einem König
auf e2 haben wir hier mit einer weiteren Niederlage gerechnet. Doch sein Gegner
nutzte dies nicht aus und Max konnte seine Stellung Schritt für Schritt
verbessern. Das Remis, was er hinterher anbot, war unnötig, da Max mittlerweile
klar besser stand. Stephan war der einzige, der nicht nach der Eröffnung
schlechter stand. Auch hier stand er auf Gewinn, nur verlor er irgendwann den
Faden und wickelte in ein Turmendspiel ab. Auch hier einigte er sich mit seinem
Gegner auf Remis, obwohl er auch hier noch einen Tick besser stand.
Letztendlich haben wir hier die Chance ausgelassen, den späteren deutschen
Meister zu besiegen und mussten uns knapp mit 2,5-3,5 geschlagen geben.

 

Heilbronner
SV – SK Münster: Weiterer Favoritensieg

Fit und
ausgeschlafen (galt das für alle?) saßen wir wieder an den Brettern. Stephan
kam schon sehr früh mit einem Vorteil aus der Eröffnung, nachdem sein Gegner zu
sehr seine schwarzen Felder geschwächt hatte. Nach einem Bauerngewinn folgte
noch ein Bauern- und Figureneinsteller seines Gegners. Anders erging es
Lennart, der im Mittelspiel in ausgeglichener Stellung einen Bauern hergab.
Trotzdem versprach die Stellung ein Remis, doch Lennart opferte vorzeitig eine
Leichtfigur für Remisträume. Sein Gegner weckte ihn allerdings ziemlich unsanft
und Lennart musste aufgeben. Max verlor auch, Carl glich dies mit seinem Sieg
aus. David konnte eine sehr schöne königsindische Partie spielen, von ein paar
kleinen strategischen Fehlern mal abgesehen. Jasper hatte gegen seinen
zahlenmäßig schwächeren Gegner Schwierigkeiten, Vorteil zu erlangen, nachdem er
(seine neue Eröffnung?) Englisch ausgepackt hatte. Erst in einem ausgeglichenen
Turmendspiel konnte er tricksen und schließlich gewinnen. Am Ende hieß es 2-4.

 

SK Münster –
USV Potsdam: Unter die Räder gekommen

Anders kann man
diese Runde nicht nennen. Jasper konnte eine Ungenauigkeit seines Gegners am
Brett nicht finden und stellte irgendwann die Partie weg. Stephan und Carl
standen besser, doch verlor Stephan in vorteilhafter Stellung den Faden. Durch
Taktik stellte er eine Figur und kurze Zeit später die Partie ein. Auch Carl
entwickelte eine klare Gewinnposition. Aus irgendwelchen Gründen stellte er
aber die Dame durch eine Sprigergabel ein (Ich glaube ja einzügig, auch wenn
Carl meint, dass es zweizügig gewesen wäre…). Max konnte sehr schnell
remisieren, David musste sich auch geschlagen geben. Einiger Erfolg: Lennart
verliert nicht. Allerdings war auch er nicht zufrieden. Bot doch seine Stellung
zahlreiche Durchbruchschancen am Königsflügel, wie sich später in der Analyse
mit Christan herausstellt. Am Ende hieß es dann 1-5.

 

SF Brackel –
SK Münster: NRW-Duell 1, oder auch: Die Luft ist bei einigen raus

Die Freude war
groß, als wir erfuhren, gegen wen es in der 5. Runde ging. Eva, die diese Runde
Max ersetzte, brachte uns durch ihren kampflosen Sieg in Führung. David konnte
in der Eröffnung einen Bauern gewinnen. Seine Stellung sah sehr
vielversprechend aus, trotzdem remisierte er. Auch Lennart konnte seinen
bisherigen Score verdoppeln. Mit einem Minusbauern konnte er in ein
ungleichfarbiges Läuferendspiel abwickeln, welches er Remis hielt. Carl hatte
eine angenehme Position im Königsinder erreicht. Nach der üblichen Zeitnot, die
Carl im ganzen Turnier hatte („Ich schaue mir lieber meine Stellung an, anstatt
Varianten zu berechen“), konnte er, in mittlerweile klarer Gewinnstellung, eine
Figur gewinnen. Stephan hätte direkt in der Eröffnung einen riesigen strategischen
Vorteil erreichen können. Stattdessen entglitt ihm vielmehr die Partie und
stand schlechter. Durch einen falschen Bauernvormarsch am Damenflügel konnte er
rechtzeitig mit seinem König zum Damenflügel laufen. Mit einer Art Zugzwang,
mit dem er seinen Gegner in Zeitnot unter Druck setzte, gewann er einen Bauern
und anschließend die Partie. Jasper wählte eine Eröffnungsvariante, von der er
wusste, dass sie schlecht ist. Nach einem Bauernverlust packte er Lc1 aus, mit
dem Urteil, dass dies ein „krasser Zug“ sei. In der Tat war der Zug „krass“,
sein Gegner ließ hier die Möglichkeit eines Zweizügigen Matts aus. In Zeitnot
verzichtete Jasper auf einen einzügigen Turmgewinn mittels Bauerngabel. Sein
Gegner revanchierte sich und gab den Turm trotzdem. Nicht, ohne ihn 3 Züge
später Matt zusetzen. Am Ende hieß es in dem ersten NRW-Duell 2-4

 

SG Porz – SK
Münster: NRW-Duell, die Zweite

Da fährt man
extra zur DVM und dann das: Der nächste NRW-Verein, mit denen wir es sonst in
der Jugendbundesliga zutun haben. Lennart verlor in Rekordzeit. So richtig habe
ich seine Partie gar nicht mitbekommen. (Obwohl ich neben ihm saß.) Max musste
irgendwann die Dame für Turm und Leichtfigur geben. Der starke Freibauer des
Weißen zwang ihn bald zur Aufgabe. Carl war eigentlich ganz gut aus der
Eröffnung rausgekommen, doch machten ihm bald die schwarzen Zentrumsbauern
sorgen. Carl konnte allerdings den schwarzen Vorteil etwas neutralisieren.
Carls Remisangebot wurde vom Porzer Mannschaftsführer abgelehnt, worauf sein
Gegner eine Zugwiederholung mit Carl machte. Jaspers Partie versprach wenig
Spannung. Nach 2 Niederlagen hintereinander war er nicht mehr der
Motivierteste. Ein paar Möglichkeiten, strategischen Vorteil zu erlangen, ließ
er aus und einigte sich später mit seinem Gegner auf Remis. Spannung hingegen
versprachen die Partien von David und Stephan. David hatte eine komplizierte
Stellung im Trompowski erreicht. Nach Berichten soll Davids König nach a2
gewandert sein, ich habe es leider nicht mitbekommen. Im Turmendspiel, was entstand,
einigten sich beide Spieler auf Remis. Kein ha(a)rmonisches Duell versprach die
Begegnung von Stephan. In einer aggressiv angelegten Partie musste Stephan
einige Verrenkungen einnehmen, um seine Schwächen zu decken. Mit einem
Bauernopfer riss er die Initiative an sich und setzte seinen Gegner unter
Druck. Elegant schloss Stephan die Partie mit einem Figurenopfer ab. Am Ende
hieß es eine weitere knappe Niederlage gegen den späteren Vizemeister mit
3,5-2,5.

 

SK Münster –
OSG Baden-Baden: Die Luft ist draußen

Für eine gute
Platzierung wäre ein Sieg in der letzten Runde gut gewesen. Wäre… Max
remisierte schnell durch Zugwiederholung, wobei sicher mehr für ihn drin
gewesen wäre. Carl hatte eine Figur weggestellt, da halfen auch seine
Freibauern nicht. Immerhin ist hier Carl nicht in Zeitnot geraten, er hatte
vorher schon verloren. Zu ihm gesellte sich Jasper, der es auch für angebracht
hielt, eine Figur einzustellen. Sein Gegner konnte diesen Vorteil dann souverän
verwerten. David hatte eine scharfe Position im Morragambit erreicht. Unter
Figurenopfer erreichte einen großen Angriff, doch seine Gegnerin konnte sich
erfolgreich verteidigen. Trotz Zeitnot, in der sich David befand, willigte
seine Gegnerin in ein Remis ein. Lennart gelang nach der Eröffnung in eine
Stellung, in der sich sein Gegner über keinerlei Probleme beschweren konnte.
Nach einigen Ungenauigkeiten verlor Lennart einen Bauern und hinterher die
Partie. Stephans Partie gab auch nicht viel her, da half auch ein entfernter
a-Freibauer nicht, der erfolgreich von den gegnerischen Figuren blockiert
werden konnte. Am Ende einigten sich beide Spieler in einem ungleichfarbigen
Läuferendspiel auf Remis. So hieß es am Ende ein enttäuschendes 1,5-4,5.

 

Leider haben
wir unsere Erwartung, wenigstens unseren Setzlistenplatz zu erreichen, mit
unserem 10.Platz verfehlt. Trotzdem verlief das Turnier, zumindest für David
und Stephan, sehr erfolgreich und auch die anderen sollten sich nicht über ihre
Partien und Ergebnisse allzu sehr ärgern. Hier die Bilanz unserer Spieler:

 

Jasper:         2,5 aus 7

Lennart:       1 aus 7

Stephan:      5 aus 7

David:          4,5 aus 5

Carl:             3,5 aus 7

Max:            2,5 aus 6

Eva:             1 aus 1

 

v.l.n.r. soweit man sie sieht :