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Frauen 2. BL/Fotos/Bericht

Vor dem Samstagskampf guter Laune :

hintere Reihe v.l.n.r.: Helma - Jörg

vordere Reihe v.l.n.r.: Kathrin - Daniela - Stephie - Eva -Aurelia 

 

Nach der Sonntagsrunde noch besser :

stehend v.l.n.r.: Thomas - Stephie -Eva - Helma - Jörg

sitzend v.l.n.r.: Aurelia - Daniela - Kathrin

 

 

Spielbericht Runde 3:
Nach unproblematischer Anreise erwartete uns in Heiden gegen den Gastgeber
eine wirklich knackige Aufstellung, alle Spielerinnen haben 1700 DWZ oder mehr.
Der erste Zwischenblick über die Bretter ist zwiespältig, Stephie steht platt,
dafür hat Eva einen Bauern mehr, Helma eine Qualität. Wenig später verliert
Stephie erwartungsgemäß zum 0:1. Helmas Gegnerin kann ihren König ins Freie
treiben, findet in Zweitnot aber nicht den Fangschuß, die Partie endet durch
Dauerschach remis (0,5:1,5). Kathrin versucht sich derweil an einem Mattangriff,
leider ist Eva parallel in einen hineingelaufen. Aurelia probiert die
gegnerische Dame zu fangen, die jedoch knapp entkommt. Wer leider nicht
entkommt ist Eva, der gegnerische Angriff schlägt durch (0,5:2,5). Etwa um
diese Zeit herum liegt das Angebot eines Doppelremis für Aurelia und Dani in der
Luft. Der Kampf wäre zwar verloren, aber wenigstens würden noch einige
Brettpunkte abfallen. Im Nachhinein wäre das die bessere
Möglichkeit gewesen, aber später ist man ja immer schlauer. Die Beiden
riskieren jedenfalls etwas und spielen weiter. Leider verliert Aurelia dann
äußerst unglücklich im 39. Zug auf Zeit, das Plättchen fällt während ihre
Hand auf dem Weg zur Uhr ist (0,5:3,5). Bei Dani sieht es auch
nicht besser aus, das entstandene Bauernendspiel ist schließlich
verloren (0,5:4,5). Jetzt spielt nur noch Kathrin. Mit dem Glück der
Tüchtigen behält sie die Oberhand gegen ihre Gegnerin, immerhin eine
Internationale Meisterin. Am Ende steht eine klare, aber vielleicht etwas zu
hoch geratene 1,5:4,5-Niederlage gegen an diesem Tag überlegene Heidener zu
Buche.
Besonders zu erwähnen sind auch noch die sehr guten Spielbedingungen in
Heiden. Obwohl das Spiellokal eher klein ist, läßt sich dort gut Schach spielen,
außerdem hat der Gastgeber an beiden Tagen zu einem großartigen Buffet
eingeladen, das gerne genutzt wurde. Nochmals herzlichen Dank an den SV
Heiden!      
Spielbericht Runde 4:
Am zweiten Tag der Doppelrunde ging es gegen Horst-Emscher an Werk. Nach
der Papierform waren wir erstmals in der Saison an vier von sechs Brettern nach
DWZ im Vorteil und rechneten uns daher natürlich Einiges aus. Und wie es dann so
ist, wurde das Ganze noch sehr anstrengend, von leicht eingesammelten
Punkten keine Spur. Einen gebrauchten Tag erwischte Helma, nach dem Nehmen eines
vergifteten Bauern war erst die Qualität weg, nach einem Blackout dann dazu
noch ein ganzer Turm. Auch bei Stephie sah es nicht gut aus, nur mit Mühe konnte
sie sich aus der Umklammerung durch ihre Gegnerin befreien. Zumindest Kathrin
einigte sich mit ihrer Gegnerin recht bald auf ein "Großmeisterremis" an Brett
1, was sich letztlich als gute Entscheidung
herausstellte (0,5:0,5). Erste Hoffnung kam auf, als Aurelia einen
sehr schönen Angriff auf den König ansetzen konnte, den die Gegnerin wohl
unterschätzt hatte. Damit kompensierte sie die unvermeidliche Niederlage von
Helma (1,5:1,5). Insgesamt war die Lage aber trotzdem noch kritisch, Stephie und
Eva standen beide eher schlecht, Dani ungefähr ausgeglichen. Aber gelegentlich
hat man auch mal Glück: Stephies Gegnerin rechnet konzentriert einen
Bauernabtausch durch und übersieht dabei eine Mattdrohung (2,5:1,5). Eva
versucht nach Kräften ein Remis zu klammern, hat gegen ihre endspielstarke
Gegnerin letztlich aber keine Chance, auch wenn sie bis zuletzt weiterkämpft.
Nun liegt es an Dani, die Mannschaftsführerin muß es richten. Und das wird ein
echter Krimi: Nachdem Dani ihren Springer eingestellt und die Gegnerin ihren
geopfert hat, spielt Dani zunächst mit einem Bauern weniger zu Dame und
Türmen. Nach großem Manövrieren mit spannenden
taktischen Möglichkeiten landet sie schließlich in einem
unschönen Turm-und-Bauern-Endspiel inklusive eines entfernten
Freibauern. Durch sehr kreative Endspielbehandlung beider Seiten reduziert
sich das das Material am Ende auf jeweils König, Turm und Bauer, wobei Danis
König weit entfernt vom Geschehen am anderen Ende des Brettes
lustwandelt. Die Stellung ist bereits verloren, als die Gegnerin nach einem
letzten Verzweiflungszug von Dani in Zeitnot patzt, den Turmtausch zuläßt und
damit dem umgewandelten Bauer ein Schachgebot und damit
das nötige Tempo für die Kontrolle des gegnerischen Umwandlungsfeldes
zugesteht. Dani und der SK gewinnen nach fast sechsstündigem Ringen mit viel
Glück zum Endstand von 3,5:2,5.
Das Bundesligawochenende klingt aus mit dem Plündern des wieder
hervorragenden Buffets und der Freude darüber, auch nach vier Runden nicht auf
einem Abstiegsplatz zu stehen. Weiter geht es am 12.2. mit dem Mannschaftskampf
gegen Reisepartner Delmenhorst.

 

SV Heiden

: SK Münster 32
1  WIM Hess, Olena (2009) 0 : 1 (1828) Sewald, Kathrin  2
2  Nattermüller, Irina (1918) 1 : 0 (1687) Baumann, Eva  4
4  Thesing, Irene (1760) 1 : 0 (1615) Siegel, Aurelia  6
5  Rahimi, Rozafa (1762) 1 : 0 (1603) Walter, Stephanie  7
7  Kloster, Elisabeth (1709) ½ : ½ (1516) Walter, Helma  8
8  Wunderlich, Verena (1710) 1 : 0 (1388) Weber, Daniela  11

 

 

SK Münster 32

: SV Horst-Emscher
2  Sewald, Kathrin (1828) ½ : ½ (2015) WFM Plass, Mariana-Camelia  1
4  Baumann, Eva (1687) 0 : 1 (1740) Dr. Hiebsch, Catalina  4
6  Siegel, Aurelia (1615) 1 : 0 (1602) Lerch, Cornelia  5
7  Walter, Stephanie (1603) 1 : 0 (1379) Otterpohl, Isabel  6
8  Walter, Helma (1516) 0 : 1 (1487) Kludszuweit, Kim Ira  7
11  Weber, Daniela (1388) 1 : 0 (1325) Konietzka, Yvonne  9
SR: FA Holger May
Mannschaft 1 2 3 4 5 6 7 8 MP BP
1. Doppelbauer Kiel xxx 5 3       7 18
2. SV Heiden ½ xxx       6 6 14½
3. SV Wattenscheid 1   xxx   3 4   4 5 12
4. SV Horst-Emscher 3     xxx 3   5 4 13½
5. Delmenhorster SK   3 3 xxx   4   4 12½
6. SK Münster 32
  2   xxx 4   4 11
7. SV Mülheim-Nord       2 2 xxx 2 10
8. SV Holst Quickborn   0 2 1     xxx 0