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Bezirksliga 4. Runde 08/09

Bezirksliga 4. Runde :

Gegen die Mannschaft von Greven konnten wird endlich unsere Verlustserie beenden, und das deutlich: nach vier Siegen und vier Remispartien stand es 6:2 und wir rückten auf den 7. Platz vor. Wir konnten endlich einmal unser Potential abrufen und uns davon überzeugen, dass wir eigentlich keinen Mannschaftskampf mehr verlieren müssen. Die Stimmung nach dem Kampf war entsprechend gut. Wir wollten gar nicht mehr auseinander gehen, so dass klar wurde: Wenn die Saison zuende geht, müssen wir uns unbedingt zusammensetzen, wir haben viel auszutauschen. Ein Thema war das Nibelungen -Lied. Echte und Hobby-Historiker kamen zu Wort. Ob sich die zitierte Nibelungentreue auch auf unser Gemeinschaftsgefühl bezog, konnte ich auf die Schnelle allerdings nicht ausloten. Jetzt zum Kampf: Bernd Jahnke begann am Spitzenbrett mit einem Remis gegen Schäfertöns, der mit Weiß sehr konsequent spielte und Bernd nur geringe Chancen zu aussichtsreichen Verwicklungen ließ. An Brett 4 setzte Küstermann unserem Thomas "eine Denksportaufgabe" (Originalton Küstermann) mit schnellenAngriffszügen bereits in der Eröffnungsphase vor, die Thomas dann doch erfolgreich meisterte, so dass Küstermann ein Remisangebot unterbreitete, das Thomas annahm (=1,0 Pte). Mein Gegner tat sich schwer gegen meine unorthodoxe Eröffnungsbehandlung, opferte bald eine Qualität, um Schlimmeres vor seinem König zu vermeiden. Am Ergebnis konnte er nichts ändern (=2,0 Pte.). Ulrich Wehling hatte Material eingebüßt, ob geopfert oder erzwungen, habe ich nicht feststellen können, allerdings hatte er eine feine Angriffsstellung erreicht, die ihm das Remis durch ewiges Schach ermöglichen sollte. Sein Gegner schätzte die Position ähnlich ein und nahm Ulrichs Remis-Angebot an (=2,5 Pte.). Dann kam der Höhepunkt des Mannschaftskampfes. Fritz Zörn (mit Weiß) saß dem starken Volk gegenüber und spielte souverain auf. Mit beiden Türmen kam er über die offene d-Linie, während Volk mit 2 Türmen über den Damenflügel eindrang und ewiges Schach oder gar schachmatt drohte. Fritz meisterte alle Drohungen und ging seinerseits, unterstützt vom Springer, zum Königsangriff über, dem Volk nichts mehr entgegensetzen konnte, zumal seine Figuren zum Angriff, nicht zur Verteidigung , eingesetzt waren. Volk analysierte noch lange die Partie. Diese Partie hat nicht nur Fritz, sondern uns allen gut getan (=3,5 Pte.). Diesen Kampf sollten wir eigentlich nicht mehr verlieren! Kurze Zeit danach brachte uns Johannes mit seinem Remis auf die sichere Seite. Johannes nahm das Damengambit an und sah sich bald in mächtige Verwicklungen verstrickt: Einen geopferten Bauern auf dem Damenflügel gab er wieder zurück. Dann nahm der Druck auf seine Königsstellung über geöffnete Linien zu, den Johannes abwehrte, indem er seine Dame gegen die beiden gegnerischen Türme tauschte. Seinen Frei- und Mehrbauern auf der h-Linie konnte er allerdings nicht voranschieben, was den Sieg bedeutet hätte, da die gegnerische Dame auf dem gelichteten Brett ihre Fähigkeit zum Dauerschach ausspielen konnte (=4,0 Pte.). Jetzt liefen noch zwei Partien: Wolfgang Thomas hatte drei Freibauern sowie die Qualität erworben und konnte einen sicheren Sieg nach Hause bringen, der allerdings auf sich warten ließ, da sein Gegner die Stellung bis zum bitteren Ende spielte. Wolfgang ist offensichtlich auch ohne Praxis ein starker Spieler, der sich hoffentlich regelmäßig zur Verfügung stellt (=5,0 Pte.). Die letzte Partie lief am letzten Brett: Rolf Redemann spielte sein ruhiges Englisch mit einer Druckstellung vor dem gegnerischen König. Da sein Gegner sich mehr und mehr erdrückt fühlte, opferte er eine Figur, ohne jedoch die Situation entschärfen zu können. Nach allgemeinem Abtausch in einer extremen Zeitnotphase des Schwarzen blieb ein für Rolf klar gewonnenes Bauernendspiel mit einer Mehrfigur und einem gegnerischen König, der kurioserweise nicht mehr am Geschehen teilnehmen konnte. Acht spannende Partien mit durchweg guten Ergebnissen, mehr konnten wir uns an diesem Abend nicht wünschen. Und sie machten Lust auf Mehr. Jahnke - Schäfertöns 0,5:0,5 Zörn - Volk 1:0 Wehling - Mohring 0,5:0,5 Schlagheck - Küstermann 0,5:0,5 Thomas - Dolscheid 1:0 Raschke - Kupka 1:0 Arndt - Töws 0,5:0,5 Redemann - Hajek 1:0 Viele Grüße, ein erholsames Weihnachtsfest und ein gutes Neues Jahr! Wolf-Dieter Raschke