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Weisse Weihnacht in der Oberliga

Weisse Weihnacht in der Oberliga.  Bericht von Martin Molinaroli

4. Runde Mannschaftskampf  Oberliga: SF-Katernberg – SK 32

Am Sonntag machte sich die Delegation der 1. Mannschaft in winterlicher Wetterlage nach Essen auf um dort  eine Klärung des Mittelfeldes herbeizuführen. Der SF-Katernberg lag zwar mit  5:1 Punkten  einen Punkte vor uns, mit dem Einsatz unserer beiden Holländer,

Frans und Manuel und einem deutlichen Elo-Übergewicht an den oberen Brettern machten wir uns aber Hoffnungen mit einem dicken Sack Punkte wieder nach Hause zu kommen.

Diese Erwartungen wurden aber schnell gedämpft, als unsere Holländer telefonisch Schneechaos auf der niederländischen Autobahn meldeten. Eine rechtzeitige Ankunft sein ungewiss. Wir mussten also mit dem schlimmsten rechnen und starteten unsere Partien um 11 Uhr zunächst ohne die Beiden.

9 Minuten vor Ablauf der 30 minütigen Karenzzeit erschienen die beiden dann doch noch und wir konnten, incl. Zeiteinbusse an den ersten beiden Brettern, vollständig spielen. Der Kampf machte zunächst überhaupt keinen guten Eindruck. Peter war in einem schlechten Igel gegen Bernd Rosen gehörig unter Druck geraten und Daniel hatte als Weisser eine etwas schlechtere Stellung. Ich stand an Brett 5 gegen das Jugendtalent Kotainy unter Druck, weil er mich mit einem Bumenfeldgambit überraschen konnte. Georg’s Stellung war unklar. Julius Virny, dankenswerterweise sehr kurzfristig für Kai Wolter eingesprungen, hatte am achten Brett eine solide sizilianisch-Stellung gegen das Schach-Urgestein Werner Nautsch.

Bei den Brettern eins bis drei war zunächst nicht viel passiert, doch plötzlich brachte Manuel ein spekulatives Figurenopfer gegen Sarah Hoolt mit der er viel Druck erhielt aber natürlich auch ein hohes Risiko ging. Wer also demnächst mal eine spannende Partie nachspielen möchte, der kann die Partien auf http://sbnrw.eu/ligabetrieb/newsmm.htm in einigen Tagen herunterladen und das Opfer analysieren oder dem Computer dabei zusehen.

Obwohl Peter seine Partie klar verloren geben musste, verbesserte sich die Gesamtposition. Daniel hielt seine Partie remis, Rene gewann im karpov’schen Knebelstil und Manuel obsiegte im Angriff. Ich hatte mich ebenfalls in ein sogar minimal besseres Endspiel herausgewunden und bei Julius sah alles mit seinem guten Springer gegen einen schlechten Läufer noch gut aus.

Wenn nun also alle restlichen Partien remis ausgegangen wären, hätte es für 4,5  gereicht. Diese Ziel erreicht zunächst Frans gegen IM Christian Scholz im ausgeglichenen Damenendspiel. Dann war bei mir ein todremis endstanden. Nur noch zwei Remis ! Auch Georg konnte trotz einer kleinen Ungenauigkeit gegen Volker Gassmann, der bisher eine weisse Punkteweste hatte, den Remishafen erreichen. Nun nur noch Julius. Der hatte lange Zeit wirklich bravurös dagegengehalten, aber Werner Nautsch mit gut 50 Jahren Schacherfahrung probierte wirklich alles und behielt am Ende doch noch die Oberhand. In 1-2 Jahren sieht das Ergebnis bestimmt anders aus….  Beim gemeinsamen Abendessen einigte man sich, dass das 4:4 mit den Aufregungen aufgrund des späten Ankommens der Holländer ein doch recht passables Ergebnis ist. Die erste Mannschaft befindet sich mit nun 5:3 Punkten und ohne Niederlage auf Rang 5 der Tabelle.

Nächster Mannschaftskampf ist gegen Bielefeld am 10.01 im Studieninstitut um 11.00 Uhr. Über zahlreiche Besucher freuen wir uns natürlich, vielleicht kann ja bis dahin jemand beurteilen, ob  Manuel’s Figurenopfer korrekt war.

Viele Schachgrüsse, ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins

neue Schachjahr wünscht Euch der Berichterstatter.

Martin Molinaroli