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Münsterland Open/Challengers 2011

 

Auf des Messers Schneide

30 Minuten Karenz räumen die Turnierregeln jedem Spieler ein; verspätet man sich mehr, geht die Partie als kampfloser Sieg an den Gegner. Wozu diese Vorrede?

Ausgerechnet der Führende des Turniers, GM Konstantin Landa, hing im Wochenendstau bei Recklinghausen fest und kam zur Finalrunde des Münsterland Opens spät – sehr spät, aber doch eben noch früh genug. Nach 28 Minuten erreichte er das Brett, startete die Partie gegen GM Karel van der Weide – und gewann sie. Damit erreichte er einen fantastischen Score von 8 Punkten aus 9 Partien. Dahinter, auf dem geteilten zweiten Rang, kamen gleich fünf Spieler gemeinsam ein: darunter auch GM Alexandre Danin und IM Karl-Heinz Podzielny, die heute unmittelbar miteinander remisierten. Für Nikolay Sazanov aus Steinfurt ist dieser geteilte zweite Platz ein schöner Erfolg, den er durch seinen heutigen Sieg gegen GM Aleksandr Karpatchev erreichte.

Sehr zufrieden zeigte sich auch Hendrik Seegers aus Neuenkirchen, weil er seine berüchtigte Endspielstärke heute sogar im Duell gegen IM Ulrich Schulze bewies und zum Sieg verwertete. Und ein weiterer Spieler kam auf 6,5 Punkte: Rafael Torres-Kuckel. Dieser spielte ein gutes Turnier, konnte am Schlusstag aber nicht am Brett antreten. Sein zugeloster Kontrahent, Carsten Steinle, verweigerte sich dem Kampf, da er Rafael schon seit 30 Jahren kenne. Ob es solch unsportliches Verhalten auch in anderen Sportarten gibt, oder sind nur die Schachspieler ein so besonderes Völkchen?
Im Challengers siegte Geburtstagskind Jasper Holtel mit überragenden 6,5 Punkten aus 7 Partien. Der Lüdinghausener bezwang in der Schlußrunde Frank Vestrick aus Heiden, der dadurch auf den 10. Rang zurückfiel. Auf dem geteilten 2. Patz fanden sich Marc Lohoff (Olfen) und Ralf Buchner (Heiden) ein.

Der SK 32 als Veranstalter ist mit dieser spannenden Woche zufrieden: beide Veranstaltungen in Senden und die gleichzeitigen NRW-Meisterschaften in Münster stellten für das Team um Thomas Schlagheck und Rainer Niermann eine besondere Herausforderung dar, die aber routiniert bewältigt wurde. Die Teilnehmer zeigten sich zufrieden, und durch den NRW-Titel René Libeaus ist auch die sportliche Bilanz sehr positiv.

Rainer Niermann

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